... Dort gab es nicht die Gas- oder Verbrennugskammer wie in Chatyn oder Auschwitz. Die Menschen wurden jedoch nicht mit weniger Brutalität und Kaltblütigkeit ermordet, als es die Nazis damals taten. Verbrennen beim lebendigen Leib, Quälen bis zu Tode, gehörte genau so dazu, wie das Zerstückeln, Verbrennen und auf bestialische Art Ermorden von Kinder vor Augen ihrer Eltern und umgekehrt. Die Alten, die Frauen und die Kinder, einfache Zivilisten, Kranke und Behinderte wurden nur deswegen mit einer unmenschlichen Brutalität hingerichtet, weil sie Georgier waren.
Denjenigen, die dieses Desaster überlebt haben, wird die Zeit nie die Wunden heilen können. Das Gedächtnis lässt sich nicht abschalten und wird mit unüberwindbarer Sturheit die blutigen Bilder der schrecklichen Vergangenheit immer wieder vorführen.
Es ist nicht lange her, als man die besondere Luft des suchumischen Strandes einatmete oder den berühmten Kaffee im Restaurant "Elbrus" trank oder besonders leckeres Eis im Eiskaffee "Barmaley" kostete. Ist es wirklich geschehen? Oder war das nur ein schöner Traum?
Meine warme Stadt Suchumi, meine lieben und gutmütigen Suchumeraner, Abchasen - meine Freunde, meine Nachbarn, meine Brüder, nicht meine Feinde. Was ist denn passiert? Was ist mit euch los? Mit euch, die so nett, so freundlich waren? Ihr könnt es doch nicht gewesen sein!! Oder doch? Ihr könnt doch nicht geschossen haben!! Oder doch?
Die Geschichte der Menschheit hat mehr als einmal bewiesen, dass am Ende immer das Gute und nicht das Böse gewinnt. So wird auch dieses Mal geschehen, und in der Zukunft werden die beiden Brüdervölker - Georgier und Abchasen - wieder zusammen leben, wieder Hand an Hand auf dem gemeinsamen Land arbeiten, Kinder erziehen und dem Vaterland Georgien treu sein. Es wird so sein, davon bin ich fest überzeugt. Das Böse, das die Brüder gezwungen hat gegeneinander zu kämpfen, das in der Sprache der Politiker als "Separatismus" bezeichnet wird, wird auf die Fragen der Tausenden von Menschen, die ohne Dach über den Kopf oder der Kinder, die ohne Eltern oder der Eltern, die ohne Kinder geblieben sind, antworten müssen. Die Gerechtigkeit wird kommen und alles klären.
Die Gerechtigkeit wird siegen...
Vor ca. 11 Jahren hat die georgische Staatsanwaltschaft damit begonnen, die Fakten des Genozides in Abchasien zu ermitteln. Durch den Erlass des georgischen Präsidenten bzgl. der Gründung einer speziellen Kommission, deren Aufgabe die Ermittlung der Fakten der ethnischen Säuberungen und Genozides in Abchasien und Vorbereitung aller Materialien zu weiterer Übergabe an das internationale Gericht in Den Haag ist, wurden die Arbeiten der Staatsanwaltschaft verstärkt; sie bekamen eine höchstmögliche Priorität.
Diese Kommission bestand aus einer internationalen Gruppe von erfahrenen Ermittlern, sowie Wissenschaftler, Rechtsexperten und Medienvertreter. Die Kommission wurde von der georgischen Staatsanwaltschaft, Innenministerium und anderen Sicherheitsbehörden unterstützt, wofür eine spezielle Ermittlungsgruppe unter der Leitung des stellvertretenden georgischen Generalstaatsanwalt, Herrn Ansor Baluaschwili gegründet wurde.
Genozid in Abchasien nach dem Wortlaut des Gesetzes im Interview mit dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Baluaschwili:
... Die Geschichte der Freundschaft zwischen Georgiern und Abchasen zählt nicht ein einziges Jahrhundert auf. Trotz der einzelnen Versuche die beiden Völker zu verfeinden, sind die zwischenmenschlichen Beziehungen warm und freundlich geblieben. Das abchasische Volk hat sein Schicksal für immer und ewig mit Georgier und Georgien geteilt. Erst durch das Zusammenleben mit Georgier, gegenseitige Unterstützung und Fürsorge, hat das kleine abchasische Volk seine Identität bewahren können. Das kleine Volk, das alle Attributen und Rechte einer großen Nation hatte, darunter eigene Schrift und Sprache, eigene Schulen, eigene Universität, eigenen Fernseh- und Radiosender weiss, wem es all das zu verdanken hat, das heute keine andere Minderheit innerhalb eines Staates genießt. Dies beweist außerdem die jahrhundertelange Geschichte der Freundschaft und der gegenseitigen Respekt zwischen den beiden Völkern.
Gegen den Willen des abchasischen Volkes entstand in Abchasien und entwickelte sich rasch weiter der aggressive Separatismus, der am Ende zur Tragödie der gesamten Bevölkerung führte. Dieser Separatismus verursachte in Jahren 1992-1993 Genozid der georgischen Bevölkerung und ihre vollständige Vertreibung aus Abchasien, was außerdem zahlreiche Opfer mit sich brachte.
Am 28.09.93 hat die georgische Staatsanwaltschaft aufgrund des Genozides und ethnischer Säuberung gegen georgische Bevölkerung in Abchasien Ermittlungen aufgenommen. Etwa ein Monat danach begann auch unsere Kommission zu arbeiten.
Die Fakten, die ich hier vorstellen werde, sind im Vortrag des Generalstaatsanwaltes Georgiens, Herrn Djamlet Babilaschwili, den er auf der internationalen Konferenz zum Thema "Die Politik der ethnischen Säuberung und Genozides in Abchasien/Georgien - als Hauptwaffe des aggressiven Separatismus" vorgestellt hat, enthalten.
Bis heute sind Tausende von Opfer und Zeugen befragt, große Anzahl von Unterlagen und Videoaufnahmen sichergestellt und ausgewertet, sowie mehrere unterschiedliche kriminal-technische Untersuchungen durchgeführt worden. Das Ergebnis dieser riesigen Arbeit ist der Beweis dafür, dass der aggressive Separatismus nach Abchasien eingeführt und dort innerhalb der letzten Jahrzehnte weiterentwickelt wurde.
Am Anfang dieser unmenschlichen und unmoralischen Bewegung standen die leitenden Parteifunktionäre der Autonomen Republik Abchasiens, die einen guten Draht zu sowjetischen und danach russischen konservativen Mächten hatten.
Noch in den 60-Jahren hat sich eine Gruppe von hochrangigen Partei- und Verwaltungsfunktionären vorgenommen, die Rechte der damaligen Georgischen SSR einzuschränken und die Autonome Republik Abchasien von Georgien zu trennen. Um dieses Ziel zu erreichen, griff diese Gruppe von Verbrechern und Extremisten zur Methode der Falsifikation der Geschichte, zu politischen Verleumdungen und Provokationen.
Sie fälschten historische Tatsachen, erfanden und veröffentlichten unwahre Legenden über sog. "Eroberungen des abchasischen Territoriums sowie die Unterdrückung der abchasischen Ethnie durch Georgier."
Mehrere Jahre lang taten diese Verbrecher alles, um das abchasische Volk gegen Georgier aufzuhetzen, um die seit Jahrhunderten bestehende Freundschaft zu zerschlagen, sie zu zerstören. Diesen Menschen ist es zu verdanken, dass der Kampf für "Das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes", welcher nun mit derartigen faschistischen Methoden geführt wurde, zur Politik aller, seitdem regierender Politikern (abchasischer Nationalität) wurde. Solche Methoden wurden weiterentwickelt oder neu erfunden.
Beispielhaft ist hier die gewaltsame Änderung des demographischen Bildes durch Ermordung, Vertreibung oder Benachteiligung nach dem Prinzip der nationalen Zugehörigkeit.
Um die seit Jahrhunderten bestehende Orientierung Abchasiens und Abchasen zu ändern und zwar in Richtung Russland, wurde das s.g. "Feindbild-Georgier" erfunden und durchgesetzt. Die folgenden Generationen wurden demnach erzogen und gegen Georgier aufgehetzt. Dazu nutzten die Verbrecher-Separatisten alles, was ihnen zur Verfügung stand. Sie "schrieen", dass die Abchasen mehr Russen als Georgier seien und alle Kurorte in Abchasien den Russen gehören würden, wenn sie die Abchasen im Kampf gegen Georgier unterstützen. Die Russen, die solche Bewegungen schon immer unterstützten (z.B. Konflikt um Berg Karabach in Aserbaidschan, oder Konflikt in Moldawien, oder in Inguschetien), vorausgesetzt sie fanden auf fremdem Territorium statt, ließen nicht lange auf sich warten und gaben den Abchasen alles, was sie wollten.
Die abchasischen Separatisten haben es geschafft, einige Bergvölker (hauptsächlich kleine islamische Völker wie Tschetschenen, Dagestaner, Adigen, Kabardiner, Osseten u.s.w.) des Nordkaukasus gegen Georgien aufzuhetzen. Diesen Menschen wurde die Idee des einheitlichen islamischen Kaukasus vorgegaukelt, in dem das christliche Georgien als ein Störfaktor dargestellt wurde.
Ab dem Ende der 80-Jahre arbeitete die abchasische Propagandamaschine mit voller Kraft. Es wurden mehrere "frische" Bewegungen und Gruppen gegründet, die „die unterdrückten Abchaser" befreien sollten. Mit Hilfe solcher Bewegungen und Vereinigungen wurde Geld gesammelt, Waffen und Ausrüstung gekauft, Gruppen von Terroristen ausgebildet und ins Land eingeschleust. Der Informationskrieg gegen Georgien wurde nicht mehr verdeckt, sondern offen geführt.
Die separatistischen Ideen der abchasischen Extremisten wurden in Russland mit einem fragwürdigen Enthusiasmus durch einige russische Medien aufgefangen und in eine proabchasische Propaganda auf zentraler Ebene, die gegen Georgien ausgerichtet war, umgewandelt. Diese Medien lösten damit im gesamten postsowjetischen Großraum und vor allem in Russland eine antigeorgische Hysterie aus.
Um der eigenen Bevölkerung nicht die Möglichkeit zu lassen, sich in der neuen Situation zurechtzufinden, sperrte die separatistische Regierung Abchasiens sorgfältig alle georgische Informationskanäle.
Am Anfang der 90-Jahre bekam der Kampf der Separatisten gegen georgischen Staat einen frischen Schub. Am 23. August 1990 gaben der Vorsitzende des Parlamentspräsidium W.Kobachia und ein abchasischer Abgeordneter D.Adjindjal mittels ihrer Vorträge auf einer Parlamentssitzung neuen Schub der Hasswelle gegen Georgien und Georgier. Sie versuchten durch Falsifikation der Geschichte und Verbreiten von Lügen zu beweisen, dass es nichts gäbe, was Georgier mit Abchasen verbinden würde. Damit schlugen sie noch einen Keil in die traditionelle georgisch-abchasische Freundschaft ein.
Die zu der Zeit durch Separatisten gegründete abchasische politische Organisation "Aidgilara" (zu den Gründern gehörten u.a. der damalige Vorsitzender des Parlaments W.Ardzinba sowie S. Schamba, Y. Woronow, W. Kobachia, Z. Atschba, T. Schamba) war sorgfältig und systematisch damit beschäftigt, einige historische Tatsachen zu fälschen, sie so zu interpretieren, wie es für ihre schmutzigen Ziele besser passend würde.
In unseren Akten ist das ganze Spektrum dieser antigeorgischen Arbeit der Führer dieser Organisation dargestellt. Diese Führer verbreiteten zielstrebig und ununterbrochen verschiedene Erklärungen - sog. "Forschungsergebnisse", deren Ziel und Zweck die Zerstörung territorialer Integrität Georgiens war.
Nach Behauptungen der abchasischen Separatisten, wollten die Georgier die Abchasen assimilieren oder "eingeorgen" und, Abchasien sei nie ein Teil Georgiens, sondern schon immer ein souveräner unabhängiger Staat gewesen.
Einer der führenden abchasischen Separatisten und Ideologen Aleksei Gogua behauptete damals, dass angeblich durch die Ausrottung der abchasischen Intelligenz, Schließung abchasischen Schulen, Besiedelung Abchasiens durch 200 000 Menschen aus Ostgeorgien, die Georgier die Stammbevölkerung Abchasiens assimiliert und ein der ältesten Völker des Kaukasus und seine Kultur in sog. Schockzustand versetzt hätten.
Die Ermittlungen bestätigen, dass die Interessen der einzelnen separatistischen Gruppen für nationale Interessen des abchasischen Volkes erklärt wurden.
Das Vorbereiten des günstigen Boden für den Separatismus in Abchasien haben manche georgische Maximalisten dieser Zeit wesentlich erleichtert. Sie gingen damals mit ihren Äußerungen bzgl. nichtgeorgischer Bevölkerung Abchasiens nicht sorgfältig um. Ihre Propaganda der nationalen Befreiungsbewegung war oft übertrieben und zog die Rechte der Abchasen bzw. abchasischer Autonomie innerhalb des georgischen Staates in Zweifel.
Solche verantwortungslosen Rückfälle von einzelnen georgischen Politikern und Bestrebungen der abchasischen Separatisten vertieften die Uneinigkeiten und Mißhelligkeiten, sowie säendten Zwietracht und Antagonismus zwischen den Abchasen und den Georgier.
Die territoriale Integrität jedes beliebigen Staates wird durch die Anerkennung von UNO garantiert. Dies gilt zweifelsfrei auch für Georgien.
Nach dem Zerfall der UdSSR und lt. dem Übereinkommen von Alma-Ata vom 21. Dezember 1991, bekam Georgien ihre Souveränität und territoriale Integrität in den Grenzen der ehemaligen Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik, wozu auch die Abchasische Autonome Republik schon immer gehörte, bestätigt. Gerade deswegen legten die abchasischen Separatisten ihrer rechtlichen Argumentation der Trennung Abchasiens von Georgien die pseudorechtlichen Mechanismen zugrunde, womit sie noch einmal den Separatismus als Schwerpunkt ihrer Politik bestätigten.
Am 25. August 1990 verabschiedete der Oberste Rat Abchasiens eine Deklaration "Über die staatliche Souveränität der abchasischen autonomen Republik", die einseitig gegen die georgische Verfassung verstieß und den Austritt Abchasiens aus Georgien erklärte. Diese Deklaration sicherte gleichzeitig die ständige Präsenz den Abchasen - "als Ethnie, die der Republik den Namen (Abchasien) spendete" im obersten Rat Abchasiens.
Die Ziele der Verschwörer-Separatisten sind ebenfalls aus der Verordnung vom 26. August 1990 "Über die rechtlichen Garantien bzw. Mechanismen zum Schutz des abchasischen Staates" ersichtlich. Das Konzept der Politik der Apartheid haben die Extremisten frühzeitig und mit Vorbedacht vorbereitet.
Am 27. August 1991 wurde das Gesetzt "Über die Regeln des Wahlverfahrens in den Obersten Rat Abchasiens" durch Erpressung und Gewalt geändert. Die vorgenommenen Änderungen erlaubten nur den Abchasen sich in den 28 Wahlkreisen als Wahlkandidaten zu nominieren; in 26 Wahlkreisen durften es nur Georgier und in den restlichen Wahlkreisen Vertreter anderer Nationalitäten. Dadurch bekamen die abchasischen Separatisten die Mehrheit im Obersten Rat und konnten offen die Rechte anderer Nationalitäten zum eigenen Nutzen niedertreten. Beachten Sie bitte, dass Abchasen damals nur 17 % der Gesamtbevölkerung Abchasiens ausmachten, während die Georgier 47% der Gesamtbevölkerung Abchasiens darstellten.
In den Jahren 1991-1992 unter der aktiven Anführung von W.Ardzinba und gegen die bestehende Verfassung der AAR (Abchasischen Autonomen Republik) wurden mehrere Gesetze und Verordnungen erlassen, die praktisch die georgische Rechtshoheit in Abchasien beschränkten und ihre territoriale Integrität verletzten.
Leider sind diese Prozesse nicht mit gebührender Aufmerksamkeit seitens der damaligen georgischen Regierung aufgenommen und nicht rechtzeitig unterbunden wurden.
Dies nutzten die Separatisten aus und haben am 23. Juli 1992 gegen den Willen der georgischen Abgeordneten und mit einfacher Stimmenmehrheit die Verfassung Abchasiens vom 1978 abgeschafft und die vom 1925 wiederhergestellt.
Um die demographische Situation "auf friedlichem Wege" zu ändern und die Zunahme der abchasischen Bevölkerung zu fördern, verabschiedete die separatistische Regierung Abchasiens eine Reihe von diskriminierenden Gesetzen und Verordnungen, u.a. "Über die Einschränkung von Bürgeranmeldungen in Abchasien", "Über die Änderungen des Namens und der Nationalität", wodurch den Bürger nicht abchasischer Nationalität in der Tat verboten wurde sich in Abchasien niederzulassen.
Diese Gesetzte und Verordnungen galten aber nicht für die Bürger einiger Länder des nahen und fernen Auslands, die ohne jeden Ausweis in Abchasien aufgenommen und als "Abchasen" geheim angemeldet wurden. Allein im März 1992 wurden z.B. mehre als 100 Personen, die aus Syrien, Jordanien sowie aus den nordakaukasischen Republiken Tschetschenien, Karatschaisch-Tscherkessische Republik, Dagestan nach Abchasien kamen, als Abchasen aufgenommen und in Suchumi, Otschamtschira, sowie in den anderen Städten Abchasiens angemeldet.
Solche widerrechtlichen Besiedelungspraktiken wurden weiterhin intensiviert und bekamen kurz vom Kriegsbeginn und am dessen Anfang bedrohliche Ausmaße.
Die ausländischen Freischärler bekamen als Belohnung für das Marodieren und Morden das Recht in Abchasien zu bleiben und die Häuser der vertriebenen Georgier zu besetzen. Somit ist die staatliche Unterstützung der Freischärlerei zum ersten Mal zum Vorschein gekommen.
Heute nun wird überall bestätigt, dass der Krieg in Tschetschenien, sowie die tragischen Vorfälle in Budyonwsk, Perwomaisk (Geiselnahmen in Südrussland unter Anführung von Shamil Basajew) oder Beslan, ihren Anfang in Abchasien nehmen.
Überall in Russland, also in Moskau und St. Petersburg, in Regionen Krasnodar und Stawropol, in den nordkaukasischen Republiken, besonders in Tschetschenien, wo ein Teil der Regierung den aggressiven Separatismus als eine Hauptrichtung ihrer Politik auswählte, wurden sog. Sammelplätze für freiwillige Kämpfer eingerichtet. Diese blutgierigen Söldner, die ihre Kampferfahrungen zum Teil in Afghanistan gesammelt hatten, wurden umgehend nach Abchasien eingeschleust.
Eine der Hauptrollen bei der Sammlung von Finanzmitteln zur Finanzierung der Freischärlerei gehört dem Führer der Organisation "Konföderation der Bergvölker des Kaukasus" M.Schanibow. Das ist derselbe M.Schanibow, der Georgien zur Zone für Terror- und Diversionsakten erklärte und alle Bergvölker des Kaukasus aufgerufen hat, die Georgier und Georgien überall, wo es nur möglich wäre, zu bekämpfen.
Auf Ersuchen Georgiens leitete die russische Generalstaatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Schanibow ein, stellte es jedoch kurze Zeit später „wegen Mangel an Beweisen" wieder ein.
Die Freischärler aus den nordkaukasischen Republiken zeichneten sich mit besonderer Grausamkeit und Brutalität gegenüber der zivilen georgischen Bevölkerung aus. Straflosigkeit seitens der russischen Rechtsschutzorgane hat letztendlich Russland sehr viel gekostet.
Trotz unserer mehrfacher Aufforderungen die Freischärlerei zu unterbinden, haben die russischen Ordnungsorgane es bis heute nicht getan. Sie haben damals nicht entsprechend dem gesunden Menschenverstand und den geltenden Gesetzen reagiert, sondern die Kämpfer und Freischärler ausgebildet und ausgerüstet. Heute kämpfen diese, von Russen ausgebildeten und ausgerüsteten Kämpfer (z.B. Schamil Bassajew) auf der Seite der tschetschenischen Rebellen und gegen die russische Armee.
Tatsache ist, dass die s.g. "freiwilligen" Freischärler 60% der bewaffneten separatistischen "Armee" ausmachten. Gerade durch deren Beteiligung und die umfangreiche Unterstützung seitens der russischen Regierungskreise, gelang den Separatisten in 1992-93 die Vertreibung der gesamten georgischen Bevölkerung aus Abchasien.
Den Krieg bereiteten die Separatisten sehr sorgfältig vor. Dabei half ihnen die Führung des in Abchasien stationierten russischen Stützpunktes, die für geringe Bezahlung oder manchmal ganz ohne den Separatisten Waffen und militärische Ausrüstung überließ.
In einer solchen schwierigen Situation haben die Anhänger des gestürzten georgischen Präsidenten Z.Gamsachurdia begonnen in Westgeorgien und Abchasien antistaatliche subversive Tätigkeiten und Sabotageakten auszuüben. Sie gingen mit den abchasischen Separatisten eine verbrecherische Allianz ein, um Destabilisierung des Landes zu erreichen. Es fanden viele Terror- und Sabotageakten statt: es wurden mehrere Schienenwege und Brücken gesprengt, Güterzüge ausgeraubt und geplündert, Menschen gekidnappt und die Bevölkerung terrorisiert. In der ersten Hälfte des Jahres 1992 wurde der gesamte Eisenbahnverkehr in Abchasien und durch Abchasien nach Ostgeorgien und Armenien lahmgelegt. Dadurch befand sich Georgien, sowie das Nachbarland Armenien kurz vor einer Wirtschaftskatastrophe.
Die durchgeführten Ermittlungen bestätigten, dass in dieser Zeit in Abchasien und Westgeorgien (von Bahnhöfen Gagra, Bzipi, Gantiadi, Gudauta, Dranda, Gali, Atschigwara, Salchino,Suchumi, Eschera, Otschamtschire, Ingiri, Zugdidi) insgesamt ca. 1923 Güterwagen mit dem Gesamtwert über 11 Mrd. Rubel (damals ca. 2 Mrd. $ USA), die für Georgien und Armenien bestimmt waren, sind entwendet worden. Nur in der ersten Hälfte des Jahres 1992 wurden 1140 verbrecherischen Terror- und Raubakten auf Güterzüge und Schienenwege registriert.
Im Sommer 1992 sind die Anschläge sowohl gegen die zivile Bevölkerung als auch gegen Amtspersonen zu Erpressungszwecken und, um die Unfähigkeit bzw. Machtlosigkeit der Zentralregierung zu zeigen, immer häufiger geworden. So wurden z.B. Alexander Kawsadze und Roman Gwensadze (damaliger Innenminister Georgiens) entführt und Kandid Gogua (Vorsitzender eines der Westbezirke) ermordet.
Um derartige Willkür der Banditen zu unterbinden und die Sicherheit der Bevölkerung und der Transportwege zu gewährleisten, hat die georgische Regierung in Absprache mit W.Ardzinba beschlossen, besondere Verhaltensregeln bzgl. der Nutzung von Transport- bzw. Schienenwegen einzuführen. Die Einhaltung dieser Regeln sollten die Spezialeinheiten des Verteidigung- und Innenministeriums kontrollieren.
Diese Einheiten wurden durch die georgische Regierung aufgefordert jegliche Versammlung von Truppen und Technik in den Städten und Ortschaften zu vermeiden. Somit ist es ersichtlich, dass die georgische Regierung keine Kriegsoperationen gegen die abchasische Autonomie plante, wie es oft seitens der abchasischen Separatisten behauptet wird. Jegliche Behauptungen über eine "Aggression" oder "Okkupation" Abchasiens seitens Georgiens sind nichts anderes, als reine Erfindungen, die nicht der Realität entsprechen.
Am 14 August 1992 eröffneten die aufständischen Separatisten das Feuer auf die Einheiten georgischer Armee, die sich in Abchasien befanden und auf dem Weg zu ihren Bestimmungsorten waren. Dadurch wurden mehrere Soldaten sowie Polizeibeamte, die die Kolonne begleiteten getötet und verletzt, was allerdings dokumentiert bzw. auf Video aufgenommen und als Beweis den Ermittlern vorgelegt wurde.
Am Anfang sind die Versuche der Separatisten die demographische Situation in Abchasien durch die Verletzung der Würde des georgischen Staates, durch die Verbreitung vom demütigenden Klatsch oder die Manipulationen der Gesetze oder das Provozieren von Konfliktsituationen zu ändern, misslungen. Sie haben es ebenfalls nicht geschafft, die territoriale Integrität Georgiens ohne Waffengewalt zu brechen.
Durch den Krieg 92-93, der mit Hilfe der Anstifter von außen ausgebrochen war, verwirklichten die Separatisten ihre Pläne und haben die georgische Bevölkerung vollständig aus Abchasien vertrieben. Dies haben sie durch die Ermordung der zivilen Bevölkerung bzw. Genozid, durch Bombardierungen von Wohngebieten, durch Zerstörung von Krankenhäuser und Wohnhäuser der vertriebenen Georgier erreicht. Die Parole "Abchasien ohne Georgier" wurde zur Realität. Diese verbrecherischen Handlungen der abchasischen Separatisten wurden durch die Resolutionen der UNO und OSZE verurteilt und als Genozid der georgischen Bevölkerung in Abchasien qualifiziert.
Genozid ( lat.Genocid(ium)) ist die zum Tatbestand des in Entstehung begriffenen Völkerstrafrechts erklärte Ausrottung von Völkern sowie ethnischer, religiöser u. a. Gruppen. Die Ereignisse des 2. Weltkriegs, vor allem die Versuche zur Vernichtung des Judentums und die Maßnahmen gegen das polnische Volk, haben zum Abschluss des Abkommens zur Verhütung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermordes vom 9. 12. 1948 geführt, dem die Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz vom 9. 8. 1954 beigetreten ist. Im Art. 1 kommen die Vertragsstaaten überein, den Völkermord zu bestrafen, gleichgültig, ob im Frieden oder Krieg begangen (entsprechend § 220a StGB).
In Georgien ist dieses Verbrechen nach dem §65I des Strafgesetzbuch zu bestrafen. Bei Streitigkeiten können die Vertragsparteien den Internationalen Gerichtshof anrufen.
Die Gräueltaten der abchasischen Separatisten ist der klassische Fall des o.g. Verbrechens.
Um das Erreichen des Zieles zu erleichtern, nutzten die Separatisten alle Möglichkeiten. Sie erklärten den Ort Gudauta zum Sammelplatz aller Abchasen, wodurch sie die grausamsten Kriegsführungsmethoden auf alle anderen Städte und Ortschaften ohne Skrupel anwenden konnten.
Die Vertreibung der Georgier führten sie sehr zielstrebig durch. Die wenigen Georgier, die es geschafft haben dem Tode zu entgehen, wurden gezwungen ihr ganzes Vermögen "freiwillig" an Abchasen zu überschreiben. Dies wurde nicht nur durch unsere, sondern auch durch die internationalen Kommissionen bestätigt.
Es hat sich herausgestellt, dass der Genozid in Abchasien stufenweise durchgeführt wurde: vom 14.08.92 bis 02.10.92 in Gudauta und in den nahe liegenden Dörfern, vom 02.10.92 in Gagra und vom 16.09.93 in Suchumi, Otschamtschira, Gali und Tkwartscheli, sowie auf dem gesamten Territorium der AAR (Abchasischen Autonomen Republik). Der planmäßige und systematische Genozid der georgischen Bevölkerung zeigte sich zuerst durch die Vernichtung der Intelligenz: Lehrer, Ärzte, Journalisten, Schriftsteller, usw.
Am 27. September 1993, nachdem die separatistischen Freischärler die Stadt Suchumi eingenommen haben, ermordeten sie alle Mitglieder der dort ansässigen georgischen Regionalregierung, die ihre Arbeitsplätze nicht verlassen haben. Darunter waren: Regierungschef J. Schartawa, Bürgermeister von Suchumi G. Gabeskiria, Polizeichef T.Rapawa, Stellvertretender Bürgermeister von Gagra M.Dschintscharadse, die Mietglieder der Regierung D.Betaschwili, M.Kokaya, R. Eschba, V. Gegelaschwili. In den ersten Tagen nach der Einnahme der Stadt Suchumi durch die separatistischen Freischärler, wurden mehr als 7000 Menschen qualvoll ermordet, darunter mehr als 100 Medien- und Kulturvertreter, bekannten Staatsmänner, Politiker, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Wissenschaftler und Künstler.
So z.B. wurde N.Milorawa - Direktor des Kulturhauses Gumista zu Tode gequält, so wie die Schauspieler des suchumischen Schauspielhauses W.Tschcheidse, T.Jwania, G.Gelowani oder Y.Dawitaya - Direktor der suchumischen Parkanlage für Kultur und Erholung. Unter der ermordeten Ärzten und Angehörigen der Medizinbranche die meisten Opfer waren Frauen, die bei ihrer Pflichterfüllung als Mediziner ermordet wurden.
Die Namen der ermordeten Menschen, sowie die Umstände, bei denen sie ermordet wurden, sind uns bekannt und können aus den Akten des Ermittlungsverfahren entnommen werden.
Die Pläne der Separatisten beinhalteten die vollständige Vertreibung der georgischen Bevölkerung aus Abchasien. Die Opferzahl war denen noch nicht groß genug. Deswegen begannen sie mit Massenerschießungen und Massenvertreibungen, die zuerst in Orten Gudauta (dort lebt heute kein einziger Georgier mehr), Gagra und deren Vororten durchgeführt worden.
In den ersten Kriegstagen wurden aus den Orten Eschera, Lichni, Aradu, Achalisopeli mehr als 5000 Menschen überwiegend georgischer Nationalität vertrieben. Die dort gebliebenen Georgier wurden qualvoll ermordet.
So z.B. im Dorf Achalisopeli haben die abchasischen Freischärler dem 70-jährigen Anwohner I.Grdselidse öffentlich, vor den Augen der Nachbarn das Herz aus dem lebendigen Leib herausgerissen, der 68-jährige E.Maisuradse wurde mit einer Axt erschlagen und den 65-jährigen N.Kwabsianidze haben sie an einen Traktor gefesselt und zu Tode geschleudert. Diese armen Menschen wollten ihr Dorf nicht verlassen und wurden dafür auf grausamste Art und Weise ermordet.
Nachdem die Separatisten im Oktober 92 Stadt Gagra im Westen Abchasiens eingenommen hatten, wurden in den Vororten von Gagra sowie in der Stadt selbst (z.B. auf dem Stadionsgelände) Massenerschießungen durchgeführt. Laut Augenzeugen wurden über 50 Georgier die Hauptstraße entlang auf den Laternenpfählen aufgehängt. Auf dem Stadion von Gagra „spielten“ die zu den Bestien gewordenen separatistischen Banden mit den Köpfen der vorher ermordeten Georgier "Fußball". Dies wurde sogar von dem russischen Präsidenten W.Putin in einer öffentlichen Rede bestätigt.
Mit besonderer Grausamkeit wurden die Anwohner von Gagra, Salchino, Gantiadi, Bitschwinti, Lidzawa, Alachadze, Bzipi aus ihren Wohnstädten vertrieben. Diejenigen, die ihre Heimat nicht verlassen wollten, wurden auf der Stelle erschossen. Deren Leichen dürften tagelang nicht beerdigt werden.
So wurden vor Augen ihrer Familien O.Bjalawa, W.Kuzia, W.Benidse, G.Glonti ermordet. Der 65-jährige Lehrer W.Samcharadse wurde öffentlich geköpft. Der Leichnam dürfte tagelang nicht beerdigt werden, man hat ihn auf eine Müllkippe geworfen, an welcher ein Schild "Platz für Georgier" angebracht war und wo er durch die streuenden Hunde schließlich zerfressen wurde.
Infolge der bestialischen Folterungen starb G.Pipia. Laut Augenzeugen (deren Namen man aus der Akten unserer Ermittlungsverfahren entnehmen kann) verkündeten die Separatisten wahrend der Ermordungen der georgischen Bevölkerung in Gagra ihr Vorhaben, alle Georgier in Gagra und deren Vororten auszurotten und alles georgische: Häuser, Denkmale, Bücher, Kirchen usw. zu vernichten. Alle, die es wagten den Georgiern zu helfen, wurden ebenfalls hingerichtet.
Aus den Aussagen der Augenzeugen:
...Vor meinen Augen töteten die abchasischen Freischärler meinen Cousin, Anwohner des Dorfes Lidzawa Z.Kwliwidse, dem sie zuerst die Nase und die beiden Ohren abgeschnitten haben, danach das rechte Bein bis zum Knie und erst danach wurde er erschossen. So ähnlich wurde auch der 70-jährige A.Samanischwili gequält und getötet.
Eine ganze Nacht durch hielten die bewaffneten Separatisten den S.Mgeladse bis an den Gürtel im Wasser. Danach hat einer der Banditen (tschetschenischer Abstammung) mit einem Messer im die Ader der linken Hand aufgeschnitten und mit dem daraus fließenden Blut ein Glas voll gemacht. Nachdem der S.Mgeladse es ablehnte, das eigene Blut zu trinken, sagte der Tschetschene zynisch: "Okay, Bruder, sei nicht sauer, ich trinke gern georgisches Blut“, und trank das Blut aus dem Glas aus. Danach drohte er alle Georgier, die in Abchasien wohnen bleiben wollen, zu töten.
Die Akten des Ermittlungsverfahrens sind reich an Fakten der Ermordungen und grausamen Folterungen, Vergewaltigungen der Minderjährigen und ähnlichen Verbrechen.
Nach dem 27. Juli 1993 verstärkten die Separatisten den Druck auf noch dort gebliebene georgische Bevölkerung. Im Dorf Bzipi z.B., hatten die abchasischen Separatisten alle Ausweise der Georgier eingesammelt und sie mit einem entsprechenden Vermerk "freiwillig abgemeldet" bestempelt. Danach sollten die Georgier entweder "freiwillig" ihre Heimat verlassen oder erschossen werden.
Am 9. August 1993 brachten die abchasischen Separatisten mehrere Hunderte Georgier zum Flughafen Adler (Russland, Grenzgebiet zu Abchasien), wo denen die Abmeldebescheinigungen ausgehändigt wurden. Mittels solcher Methoden wurden nur aus dem Dorf Bsipi mehr als 250 Familien (ca. 3000 Menschen) deportiert. G.Kiknadse sowie seine 12-jährige Tochter (Anwohner von Bzipi) wurden damals erschossen, weil sie in ihrem Dorf bleiben wollten. Aus dem gleichen Grund wurden auch andere Menschen vor ihren Häusern erschossen.
Die Ermittler verfügen über Fakten und Beweise der Massenerschießungen und Massenvertreibungen der Georgier aus Abchasien, wodurch nur aus der Stadt Gagra nach dem Oktober 1992 über 17000 Bewohner überwiegend georgischer Nationalität vertrieben wurden..."