Die Wahrheit über Abchasien


RU GE EN

Krieg 1992-93 Geschichte Georgiens Bilderalbum Gästebuch georgische Musik Suchumi 09.1993 Forum

 

Allgemeine Information

"Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten" Mahatma Gandhi (1869-1948)

 

 

Historischer Überblick in der vorfeudalen Periode und in der Zeit der Frühfeudalismus

vom 4. Jahrhunderts bis zur Mitte des 7. Jahrhunderts


Georgien erstreckt sich im westlichen und mittleren Teil Transkaukasiens und wird begrenzt von der Russischen Föderation, Aserbaidshanischen Republik, Armenien und der Türkei. Im Westen bildet das Schwarze Meer die Grenze. Die Republik Georgien schließt die autonomen Republiken Abchasien und Adsharien und das autonome Gebiet Südossetien ein. Sie ist in der Ausdehnung ihres Territoriums nur mit den westlichen Teilen des mittelalterlichen Georgien identisch. Zur Zeit seiner höchsten Machtentfaltung im 12. Jahrhundert war Georgien ein multinationaler Staat, dessen Herrschaft vom Schwarzen Meer bis zum Kaspischen Meer reichte und sowohl heutige aserbaidshanische als auch heutige armenische und türkische Gebiete. Die Kernländer dieses vereinigten feudalen Reiches waren: das zentrale Kharthli, das östliche gelegene Kachetien, das im Westen liegende abchasische Königreich und das Königreich Tao-Klardshetien im Südwesten. Außer den südlichen Teilen von Tao-klardshetien, die heute türkisch sind, gehören die genannten Teilgebiete heute zur Georgischen Republik.

Zu einem Zeitpunkt, als das römische Imperium zerfiel und das byzantinische Reich seine Nachfolge im Osten antrat, als in Mittel- und Westeuropa noch die Völkerwanderungskunst wirksam war und der Prozess der Staatenbildung und der Feudalisierung erst einsetzte, hatte Georgien schon seinen ersten nationalen Kunststil ausgebildet, erreichte die Architektur Ende des 6. Jahrhunderts ihre "klassische" Phase.

Die christliche Kunst war in Georgien kein Neubeginn, vielmehr reichen die Kunsttraditionen weit in vorfeudale Zeit zurück. Besiedelt ist das Land seit urgeschichtlicher Zeit. Die Abfolge der frühen Kulturen beginnt nachweisbar mit dem Paläolithikum, der älteren Steinzeit. Auch aus der mittleren und jüngeren Steinzeit blieb bedeutsames Kulturgut erhalten. Die in der Kurganen gefundenen Grabbeigaben bezeugen bereits ein hohes Niveau handwerklichen Könnens und künstlerischen Gehalts. In der Bronzezeit entwickelten sich rege Handelsbeziehungen zu den Nachbarstaaten, Schiffe befuhren die Meere, Karawanen zogen über die Handelsstraßen, die Siedlungsbildung nahm zu.

Während der Eisenzeit vollzog sich die Staatenbildung, konsolidierten sich im 6. bis 4. Jahrhundert v. Chr. die Königreiche Kolchis im westlichen und Iberien im östlichen Georgien. Iberien wird auch als Kharthli bezeichnet, beide Namen laufen parallel. Daneben lebten in den Hochgebirgsregionen, in Swanetien und Chewsuretien, noch Stämme in urgesellschaftlichen Verhältnissen. Die unterschiedlichen geographischen Bedingungen im Lande: Hochgebirge, Meeresküste, Hochebenen, Niederungen und Steppengebiet, prägten die nationalen Sonderarten der gesellschaftlichen Systeme und der kulturellen Entwicklung. Die Staaten Kolchis und Iberien nahmen im politischen und wirtschaftlichen Leben der antiken Welt einen hervorragenden Platz ein. Im Süden Georgiens, in der armenischen Hochebene, herrschte damals das mächtige Urartureich, vom Westen her drangen die Griechen bis zur östlichen Schwarzmeerküste vor. Häufig unternehmen die benachbarten Völker Eroberungszüge in die reiche georgischen Staaten, so daß diese bereits im Altertum Kriege um ihre Unabhängigkeit führen mußten.

Über die Kolchis berichten viele griechische Schriftsteller in ihren Werken: Xenophon, Herodot und Aristoteles, auch der römische Baumeister Vitruv erwähnt sie in seinen Schriften. Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Griechen Tauschhandelsplätze an der Schwarzmeerküste der Kolchis: Phasis, heute Poti, Dioskurias, heute Suchumi, und Pithynt, heute Pizunda. Ein bedeutendes Zentrum der Kolchis war Wani am Fluß Rioni (7.-1. Jahrhundert v. Chr.). Die in 1961 und 1969 bei Ausgrabungen in Wani gefundenen Schätze der Gold- und Silberschmiedekunst, die im staatlichen Museum in Tbilissi aufbewahrt werden, erregten als Zeugnisse eigenständiger georgischer Kunst weithin Aufsehen. Sie gehören zu den besten Leistungen des Kunsthandwerks der vorfeudalen Zeit. Die Kolchis bestand aus isolierten, von Statthaltern regierten Provinzen, die dem Ansturm des Königreiches von Pontos auf die Dauer keinen Widerstand entgegensetzen konnten und unter Mithridates IV. (132-63 v. Chr.) in das pontische Reich eingegliedert wurden. 63 v. Chr. gelangte die Kolchis gemeinsam mit Pontos in die Abhängigkeit des römischen Protektorats.

Iberien oder Kharthli mußte 65. V. Chr. ebenfalls die römische Oberhoheit anerkennen, wurde aber weniger stark abhängig als die westgeorgischen Gebiete. Der König von Kharthli galt als "Freund und Bundesgenosse des römischen Volkes", als "Freund des Caesar". Im 1. Jahrhundert n.Chr. erweiterte Kharthli im Krieg gegen die Parther sein Gebiet, indem es sich Teile des benachbarten Albanien (heute Aserbaidshan) und armenische Gebiete einverleibte. Kharthli kämpfte erbittert um seine Unabhängigkeit und strebte die Einigung Georgiens an. Es besetzte Teile Imeretiens und drang bis zum Schwarzen Meer vor.

In Kharthli erreichten Handel und Gewerbe einen hohen Stand. Längs des Flußtales der Kura entwickelten sich bedeutende Städte: die Höhlen- und Felsenstadt Uplisziche (Ziche - übersetzt von kharthwelischen (georgischen) Sprache - Burg), die Städte Kaspi, Gori und Urbnisi und die Hauptstadt Kharthlis, Armasziche-Mzcheta (später Mzcheta). Wenig Konkretes wissen wir über das Sozialgefüge in diesen vorfeudalen Städten, aber ihre architektonische Struktur ist auf Grund historischer Quellen und Ausgrabungen in den wesentlichen Zügen rekonstruierbar. Siedlungen als Kernanlagen für befestigte Städte sind in Georgien seit dem 8. Jahrhundert v.Chr. nachweisbar. Während sich in der Ebene die Menschen gewöhnlich auf einem Hügel ansiedelten, der mit einem ringsum verlaufenden Schutzwall umgeben wurde, wählten die Bewohner gebirgiger Landesteile meist einen Berggipfel über dem engen Durchbruch eines Flusses, wobei der besonders befestigte Siedlungskern die Bergkuppe einnahm und weitere Mauern die Berghänge zum Fluß hinab angelegt wurden. Das Befestigungssystem umschloß also stets die gesamte Stadt, weshalb diese Orte auch Stadtfestungen bezeichnet werden.

Die Felsenstadt Uplisziche liegt auf einem Berghang am linken Ufer der Kura nahe Gori. Ihre Besiedlung ist seit dem 3. Jahrtausend v.Chr. nachweisbar. Festungsgräben und der breite Fluß im Süden schützten die Stadt vor fremden Überfällen. Sie war damals nahezu uneinnehmbar. Während des Mittelalters behielt Uplisziche mit seinen zeitweise mehr als 20 000 Einwohnern seine bedeutende Rolle bei. Hier fand 975 eine Versammlung von Feudalherren statt, die den Grundstein zur Vereinigung Georgiens legte. Uplisziche besaß eine verkehrs- und handelsgünstige Lage, hier verlief ein Transitweg vom Orient nach Mitteleuropa. Bis ins 18. Jahrhundert blieb die Höhlenstadt bewohnt, erst dann wurde sie dem Zerfall preisgegeben.

Uplisziche zählt zu den interessantesten Baudenkmälern der Fels- und Höhlenarchitektur. Frei stehende Monolithbauten, bis zu drei Geschossen hoch, wechseln mit reinen Höhlenbauten, die aus hintereinandergelegenen Wohnräumen bestanden. Die Häuser besaßen Loggien, Balkone und Vorhöfe. Deutlich erkennt man private und öffentliche Bauten, große Palastkomplexe, Plätze und gepflasterte Straßen mit seitlichen Rinnen zum Abfluß des Wassers. Ein repräsentatives Tor bildete den Hauptzugang zur Stadt.

Die Hauptstadt Kharthlis ging aus zwei Städten hervor, dem älteren Armasi und Mzcheta. Ihre Lage in gebirgiger Hochebene am Zusammenfluß von Kura und Aragwi zeichnet sich durch große Naturschönheit aus, so dass dieser begünstigte Ort seit Jahrtausenden die Menschen zur Besiedlung anzog. Seit der frühen Bronzezeit lassen sich hier Spuren materieller Kultur urgesellschaftlicher Stämme nachweisen. Armasi-Mzcheta lag am Knotenpunkt zweier wichtiger Transitwege des Altertums, der Handelsstraße, die von Armenien über die nordkaukasischen Gebiete führte, und der Straße, die die Schwarzmeerküste mit den Ländern des Nahen Ostens verband.

Seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. residierten hier die Könige Iberiens (Kharthlis). Im 1. Jahrhundert v. Chr. verschmolzen Armasi und Mzcheta zu einer einheitlichen großen, von einer geschlossenen Befestigung umgebenen Stadt. Bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. war Mzcheta die Hauptstadt Kharthlis, dann stieg Tbilissi zum Rang der Hauptstadt auf, aber Mzcheta blieb religiöser Mittelpunkt des Reiches. Die alte Königsresidenz Armasziche in Armasi wurde durch archäologische Ausgrabungen seit 1937 erforscht. Sie breitete sich auf einem terrassenförmigen Gelände des Bagineti-Berges aus und stellt das älteste baulich nachweisbare Verwaltungs- und Verteidigungszentrum Iberiens dar. Freigelegt wurden Reste der Befestigung, höfische Gebäude und ein großer Rechteckraum mit sechs Säulen (4.-3. Jahrhundert v. Chr.). die Oberstadt umfaßte die Burg (georgisch = ziche), den Sitz des Feudalherrn und seines Gefolges, die untere, sich den Berghang hinabziehende Stadt war von Handwerkern und Kaufleute besiedelt, den Mittelpunkt bildete der Marktplatz. Zeitgenössische Chronisten wie Xenophon (434-359 v. Chr.) und Stabon (63 v. Chr.-19 n. Chr.) brachten in ihren Schriften ihre uneingeschränkte Bewunderung der Hauptstadt Kharthlis und ihrer Bauwerke zum Ausdruck.

Auf der Anhöhe von Armasis-Chewi am westlichen Ortsrand Mzchetas wurden 1937/38 Teile des ehemaligen Komplexes der neuen Residenz der Eristawen (Herzogen) freigelegt, darunter die Ruinen des Palastes, Grundmauern von Wohnungen, eine ausgedehnte Badeanlage aus spätantiker Zeit (2.-3. Jahrhundert n. Chr.) und eine Nekropole (1. bis 3. Jahrhundert n. Chr.). Hier befindet sich ein Komplex künstlerisch gestalteter Familiengrabstätten mit Plattengräbern und Monolithsarkophagen führender iberischer Adelsgeschlechter. Zu den Grabbeigaben gehören Goldschmuck mit Edelsteinen, Gemmen, Emailarbeiten, Silber- und Bronzegefäße sowie Gold- und Silbermünzen. Diese georgischen Produkte zeigen neben Beziehungen zum nahöstlichen Kulturkreis römisch-hellenistischen Einfluß. Auch Geschenke römischer Kaiser fand man in den Gräbern der georgischen Aristokratie. Die herrschende Schicht Kharthlis übernahm damals weitgehend die römische Lebensweise, der römische Kult verdrängte den heidnischen Kult der Volkes, der aber in schwer zugänglichen Gebieten, vor allem im Gebirge, lebendig blieb.

Seit dem 3. Jahrhundert vollzogen sich im römischen Reich und seinen Provinzen entscheidende Wandlungen, deren Widerhall Veränderungen in der gesellschaftlichen Struktur Georgiens nach sich zog. Die Krise des römischen Imperiums führte zur Teilung des Reiches und zur Herausbildung des byzantinischen Staates, während im Osten eine persische Großmacht, das Sassanidenreich, erstarkte. Die Sklavenhaltergesellschaften zerfielen und wurden von frühfeudalen Gesellschaftsordnungen abgelöst.

Auf dem Territorium des heutigen Georgiens existierten zu dieser Zeit weiterhin zwei Staaten. Im Westen hatten sich auf dem Gebiet der alten Kolchis im 2. und 3. Jahrhundert das Fürstentum Lazika (Egrisi) herausgebildet, das 387 an das oströmische Reich fiel und ständig Kämpfe um seine politische Unabhängigkeit führte. Im 4. Jahrhundert unterwarf der König der Lazen einige benachbarte Stämme, wie die Apsilen, Abasgen (Vorfahren heutigen Abchasen) und Swanen. Lazika wurde ein unabhängiger Staat, der ein Bündnis mit Rom unterhielt. Im 6. und 7. Jahrhundert geriet Lazika unter byzantinische Oberherrschaft. Seit dem ende des 8. Jahrhunderts entwickelte sich das abchasische Königreich (georgisch = Abchaseti) zu einem unabhängigen starken Staat, der bei den Einigungsbestrebungen Georgiens Anspruch auf eine Führungsrolle erhob.

Im 4. Jahrhundert wurde in Lazika offiziell das Christentum als Staatsreligion eingeführt, etwa zur gleichen Zeit wie im zentralgeorgischen Königreich Kharthli. Bis zum Ende des 10. Jahrhunderts unterstand die abchasische Kirche, deren Katholikos seinen Sitz in Pitzunda hatte, dem Patriarchat von Konstantinopel. Der Gottesdienst wurde jedoch bereits im 9. Jahrhundert in georgischer (kharthwelische) Sprache, eine der vier Ursprachen der Welt - neben der baskischen, etruskischen, hethitischen, gehalten. Die Gesellschaftsordnung in Lazika ist infolge fehlenden Quellenmaterials nicht in dem Maße bekannt wie die Khathlis, doch bildeten sich auch hier allmählich frühfeudale Verhältnisse heraus. Allerdings blieb die Entwicklung - vor allem auch auf kulturellem Gebiet - hinter der von Khathli zurück.

In Kharthli verlief die Entwicklung vom 3. Jahrhundert an unter anderen Voraussetzungen als in Lazika (später Abchaseti). Die persische Großmacht bedeutete für Kharthli eine unmittelbare Gefahr, während die Byzantiner nicht die Rolle der Unterdrücker, sondern vielmehr die der Bundesgenossen spielten. Dieses Bündnis bot einen gewissen Schutz gegen persische Überfälle. In diesem Zusammenhang gewann das Christentum für Kharthli eine andere Bedeutung als für Lazika. Es war gleichsam eine Waffe gegen den persischen Mazdaismus. Das streben nach nationaler Selbständigkeit wurde in Kharthli durch das um 337 als Staatsreligion angenommene Christentum wirkungsvoll unterstützt. Im "Martyrium der heiligen Schuschanik" (Ende des 5. Jahrhunderts), einem der ältesten Werke der georgischen Literatur, finden diese religiäsen Auseinandersetzungen ihren Niederschlag. Das Christentum, das der Legende nach vor allem durch die Predigten der heiligen Nino verbreitet wurde, war die Ideologie des Widerstandes, war Ausdruck nationaler Befreiungs- und Vereinigungsbestrebungen. Es diente den politischen und ökonomischen Interessen der herrschenden Klasse. Der Monotheismus der christlichen Religion erleichterte den notwendigen Zusammenschluß der georgischen Stämme und forcierte die Herausbildung der Feudalordnung im zentralen Georgien.

Die Kirche in Kharthli unterhielt nach ihrer Gründung enge Beziehungen zu Konstantinopel, zu Syrien, Palästina, Mesopotamien und Ägypten. Anfangs traten verschiedene Strömungen auf, gab es Monophysiten, Diophysiten, Arianer und Nestorianer; erst im 6. Jahrhundert erfolgte die Festlegung auf das orthodoxe Christentum.

Im 5. Jahrhundert wurde Kharthli Persien tributpflichtig. Neben dem georgischen König (Erismthawari), dessen Residenz sich in Mzcheta befand, regierte in Kharthli ein persischer Statthalter (Pitiachschi). Im Verlaufe des Jahrhunderts kam es zu einer antipersischen Koalition, die Georgier, Armenier und Albaner vereinte. Zwischen 481 und 484 brachen mehrere Aufstände gegen die Perser los, als deren Folge 484 ein Friedensvertrag mit Persien abgeschlossen wurde, der die georgische Selbstverwaltung unangetastet ließ. Im Kampf gegen die fremden Unterdrücker trat vor allem in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts König Wachtang Gorgasali auf, der eine starke Zentralgewalt schaffen wollte. Wachtang Gorgasali gilt als Gründer von Tbilissi, das er als Residenzstadt ausbaute.

Im 6. Jahrhundert wurde Tbilissi alleinige Hauptstadt von Khrathli, während Mzcheta Sitz des obersten Kirchenhauptes, des Katholikos, blieb. Als 591 im Ergebnis des persisch-byzantinischen Krieges, der auf westgeorgischem Gebiet ausgetragen wurde, Tbilissi an Byzanz fiel, konnte Mzcheta noch einmal in Kharthli zur Hauptstadt einer lokalen Dynastie aufsteigen. Unter König Stephanos I. (590-604/05) entstand gleichsam als Machtsymbol auf einem Berge über der Stadt der bedeutende Bau der Dschwari-Kirche. Doch schon im Jahre 604 kam es zu einem erneuten persisch-byzantinischen Krieg, der bis 628 dauerte und zur Teilung Georgiens zwischen Byzanz und Persien führte.

Die persisch-byzantinischen Kriege, die Volksaufstände und die Aufteilung des Landes hatten jedoch relativ wenig die Unabhängigkeit der georgischen herrschenden Schichten, sowohl des Adels als auch des Klerus, beeinträchtigt, ihre Privilegien nicht beseitigt, die Ausbreitung des Christentums nicht ernsthaft behindert und die Entfaltung der Kultur in Kharthli nicht gehemmt. Das änderte sich grundlegend, als 654 die Araber eindrangen, Tbilissi zur Hauptstadt eines Emirats machten und das Land mit ihren verheerenden Plünderungen binnen kurzem an den Rand des totalen Niederganges brachten. Die Bevölkerung Kharthlis behielt zwar ihre Glaubensfreiheit und ihre Besitzrechte, wurde aber dem Kalifat steuerpflichtig. Mit dem Einfall der Araber endete in Kharthli die erste Entwicklungsperiode der frühfeudalen christlichen Kultur.


<< zurück weiter >>
<<  home  
 
 
 
Abchasien, autonome Republik innerhalb Georgiens.
Das im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende Gebiet ging aus der 1921 gegründeten Abchasischen Autonomen Sozialistischen Republik hervor.
<<mehr  
  Kultur und Geschichte
Partnerlinks
 
Vom Weltbild der Georgier

Platon läßt Sokrates, während dieser mit Glaukon diskutiert ("Politeia", 6 Buch), sagen: "Das Gesicht ist nicht Sonne, weder es, noch dasjenige, dem es innewohnt, von uns Auge genannt. Aber das Sonnenartigste, denke ich, ist es gewiß von allen Organen der sinnlichen Wahrnehmung". Plotin, der spätere Nachfolger Platons, prägt: "Das sonnenhafte Auge".
<<   mehr  
 
Georgien im Mittelalter

Die Georgier nennen ihre Heimat Sakartwelo. Das Land zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, das im Norden vom Großen und im Süden vom Kleinen Kaukasus eingerahmt wird, hat etwa 69.700 Quadratkilometer Fläche und 5 Millionen Einwohner. Die Georgier gehören zu den ältesten Völkern der Welt und zählen zum südlichen Zweig der Europäiden.
<<   mehr  
 
Geschichte Georgiens

Georgien erstreckt sich im westlichen und mittleren Teil Transkaukasiens und wird begrenzt von der Russischen Föderation, Aserbaidshanischen Republik, Armenien und der Türkei. Im Westen bildet das Schwarze Meer die Grenze. Die Republik Georgien schließt die autonomen Republiken Abchasien und Adsharien und das autonome Gebiet Südossetien ein.
<<  mehr  
 
 
Unterstützen Sie Georgien
Wahrheit über Abchasien auf Russisch
 
gratis Counter by GOWEB
Besucher seit 2002
All right reserved abchaseti.de
2002-2006
 
Kontakt Startseite impressum